Den Spuren alter Zeiten folgend - auf dem Rheingauer Gebückwanderweg

... den wir geschickt in unsere Tour einbauen

Von früheren Touren wissen wir, wo der Gebückwanderweg in seinem ersten Teil am schönsten ist - nämlich zwischen Schlangenbad und Hausen. Das Stück soll der Kern unserer heutigen Tour sein. Für den Weg nach Schlangenbad und dann ab Hausen soll eine möglichst interessante Route gefunden werden. Und so machen wir uns auf die Suche...


Zunächst geht es möglichst flott auf Asphalt und Forstwegen zum Hausener Waldparkplatz und dann auf dem Rheinhöhenweg Richtung Grüne Bank. Einem schmalen Pfad folgend gelangen wir auf einigen Spitzkehren - gut zum Üben! - und später auf dem Rheinsteig hinunter nach Schlangenbad. Unterwegs bezaubern uns Rehe mit ihrer Eleganz. Wir verzichten auf den Cappuccino sowie auf das Eis, sondern nehmen statt dessen gleich eine steile Rampe bergauf, die schließlich in den Gebückwanderweg mündet.


Das Rheingauer Gebück war einst eine Befestigungsanlage bestehend aus "gebückten" Buchen und Hainbuchen, zwischen denen allerhand Sträucherwerk wuchs und so 600 Jahre lang ein dichtes Geflecht zum Schutz gegen die Feinde aus dem Norden bildete. Nur an wenigen bewachten Toren wie der Mapper Schanze war ein Durchkommen möglich.

Den Schutz vor den Feinden im Norden suchen wir heute nicht mehr im Gebück.


Dennoch freuen wir uns über die historischen Überbleibsel und über die vielen Natur-Sehenswürdigkeiten auf dem wunderschönen Trail. Entwurzelte Bäume,  mit grell-grünem Moos bedeckte Baumstämme und über und über mit Baumpilzen bewachsene Bäume bringen uns zum Staunen.

Für den Weg zurück an den Rhein finden wir schließlich ein paar neue Trails, die wir seit langer Zeit als nicht befahrbar aus unserem Repertoire gestrichen hatten, die aber nun wieder frei sind und Anfängern wie Fortgeschrittenen einen wunderbaren Flow ermöglichen. So kommen wir heute locker auf 12 - 15 km Trail und beenden die Tour mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Wir werfen noch einen Blick auf die alte Gärtnerei des Kloster Eberbach und folgen der Mauer des Steinberg, bevor wir über Hallgarten nach Hause rollen.

Der Tacho zeigt am Ende der Tour knapp 1000 hm und 44 km!


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